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Zurück zur Übersicht Erlebnisreise Pfalz (Leistungspaket / Preise) Reisen für Stammgäste: Erlebnisreise in die Pfalz ![]() Reiseverlauf: 1. Tag: Anreise nach Bad Dürkheim via Würzburg Gegen 6 Uhr verlassen wir Dresden und werden unterwegs einen Zwischenstopp zur Besichtigung der Residenz in Würzburg einlegen. Anders als die Münchner Residenz, die durch ein halbes Jahrtausend wuchs und daher Stilräume ganz verschiedener Epochen birgt, ist die Residenz Würzburg mit kurzen Unterbrechungen in knapp einer Generation und von Grund auf neu errichtet worden. Das architekturgeschichtliche Einzugsgebiet der Würzburger Residenz reicht von Wien bis Paris und von Genua und Venedig bis Amsterdam. Der Bau fasst die Ergebnisse der großen abendländischen Architekturströmungen jener Zeit, der französischen Schlossarchitektur, des Wiener Barock und des oberitalienischen Palast- und Sakralbaues, zu einem Gesamtkunstwerk von erstaunlicher Universalität zusammen. Danach geht es weiter bis wir bei Neckarsulm die Autobahn verlassen und entlang des romantischen Neckartals bis Neckarsteinach fahren, wo wir dann an Bord eines Ausflugsdampfers den Neckar bis Heidelberg kennen lernen. Auf dem Weg zu unserem Standquartier kehren wir noch zu einer Weinprobe im Weingut Schmitt ein. Am Ende des Tages beziehen wir unsere Unterkunft im 4-Sterne Hotel "Leininger Hof", direkt am Kurpark von Bad Dürkheim. ![]() 2. Tag: Bad Dürkheim und Hambacher Schloß Nachdem wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet gestärkt haben, machen wir einen kleinen Stadtrundgang durch das Stadtzentrum und den Kurpark. Danach besuchen wir die Klosterruine Limburg und genießen bei einem Picknick den Ausblich auf die Rheinebene. Den Nachmittag widmen wir der Besichtigung des Hambacher Schlosses, der Wiege der deutschen Einheit und Demokratie. Danach verlassen wir das Museum und spazieren über die Freiheitsgasse hinab ins malerische Dorf Hambach, wo uns schon die Familie Gutting in ihrem Winzerhof mit einer weiteren Weinprobe erwartet. Danach Rückfahrt zum Hotel und gemeinsames Abendessen. 3. Tag: 1000 Jahre deutsche Geschichte Heute beginnen wir den Tag mit einer Fahrt entlang der nördlichen Deutschen Weinstrasse über die Edelweinorte Ungstein, Kallstadt und Herxheim bis zum Beginn der ältesten deutschen Themenstrasse nach Bockenheim. Das Haus der Deutschen Weinstraße in der pfälzischen Weinbaugemeinde Bockenheim markiert seit 1995 den nördlichen Beginn der Deutschen Weinstraße. Gegenstück am 85 km entfernten südlichen Ende der Weinstraße ist bereits seit 1936 das Deutsche Weintor in Schweigen. Hauptsächlich in Holzbauweise ausgeführt, ist es stilistisch an ein römisches Kastell angelehnt und überspannt brücken- oder torartig die Weinstraße. Nach einer kurzen Fotopause geht die Fahrt weiter nach Worms, wo wir bei einem Stadtrundgang den jüdischen Friedhof, das Lutherdenkmal und den Wormser Dom zu sehen bekommen. ![]() Der Dom erhebt sich auf dem höchsten Hügel des Stadtbezirks, etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel. Da dieser Hügel vor dem Hochwasser des Rheins sicher war, ließen sich dort 3000 Jahre v. Christus Menschen nieder und gründeten Siedlungen. Im 1. Jahrhundert v. Christus unterwarfen die Römer diese Siedlungen und errichteten auf diesem Hügel ein Verwaltungszentrum und einen Tempelbezirk. Um das Jahr 400, nach dem Untergang des römischen Reiches, ließen sich dort die Burgunder nieder. Der Nachfolger Brunichildis, Dagobert I. (625 -639) erbaute auf den Grundmauern des zerstörten römischen Forums eine Kirche. Es handelt sich dabei um eine schlichte dreischiffige Basilika ohne Querschiff und Turm. Diese Kirche gilt als der Vorläufer des Domes. Im Jahre 1000 wurde Burchard zum Bischof von Worms ernannt. Er war der Meinung, dass die vorhandene Kirche weder groß genug noch zeitgemäß sei, und so ließ er die Kirche Brunichildis und Dagoberts abreißen. Nun begann der Dombau, der im großen und ganzen noch heute die Konturen der Planung des 11. Jahrhunderts trägt. Es handelt sich dabei um eine kreuzförmige Basilika mit zwei halbrunden Chören, die in Ost- und Westrichtung errichtet wurden. An den nördlichen und südlichen Ende jedes Chores wurde ein Rundturm eingefügt. Ein geringer Teil des Mauerwerkes dieses Domes ist heute noch zu sehen. Es handelt sich hierbei um die unteren Geschosse der Westtürme, die sich aus relativ kleinen, recht grob bearbeiteten Kalksteinen zusammensetzten. 1025 wurde Bischof Burchard in dem neu Renovierten Dom beigesetzt. 1130 ließ Bischof Burchard II. und sein Nachfolger Konrad II. den Dom nach und nach abreißen und neu errichten. Die Gründe für die neue Errichtung des Domes waren wahrscheinlich die großen Schäden in der Bausubstanz. Der Neubau des Domes lässt sich in drei Abschnitte gliedern: 1. 1130-1144 der Ostteil des Domes mit Querschiff, Türmen und Vierungsturm 2. 1160-1170 der dreischiffige Hauptteil 3. 1171-1181 der Westchor mit den Türmen und dem Chorturm 1181 wurde der fertiggestellte Dom nun mehr zum dritten Mal geweiht. Die nächsten Jahrhunderte hinterließen sichtbare Spuren am Wormser Dom. So wurde der Dom während des Dreißigjährigen Krieges 1618-1648 von den schwedischen Truppen stark beschädigt. Auch im Verlauf der Pfälzischen Eroberungskriege 1688-1697 verwüsteten und plünderten französische Truppen den Dom, doch ein Versuch den Dom zu sprengen, misslang, allerdings brannte er völlig aus. Dies ist auch der Grund, warum die Inneneinrichtung fast ausschließlich in barockem Stil gehalten ist. 1792 wurde Worms von den französischen Revolutionstruppen erobert. Der Dom diente den Truppen als Pferdestall und Lagerspeicher. Erst im Jahre 1886 begann eine gründliche Außen- und Innenrenovierung des Domes. Der Westchor musste sogar bis auf die Grundmauern erneuert werden. Erst 1935 konnte die Renovation als abgeschlossen betrachtet werden. Schon 10 Jahre später, während des 2. Weltkrieges, wurde der Wormser Dom durch Fliegerangriffe erheblich beschädigt. ![]() Am Nachmittag führt uns der Weg weiter zum Speyerer Kaiserdom und der historischen Altstadt. Die Geschichte des Domes ist eine Geschichte von Zerstörung und Aufbau, von Krieg und Frieden, von Glanz und Elend und spiegelt die Geschichte der Stadt Speyer ebenso wie die der ganzen Region und des Landes. Auf dem Rückweg erwartet uns dann noch eine Weinprobe im Weingut Kühbordt - Sinn. 4. Tag: Pfalzrundfahrt und Besuch im Elsaß ![]() Auf einer ausgedehnten Panoramarundreise lernen Sie heute den südlichen Teil der Weinstraße kennen. Zum Beginn jedoch machen wir einen Abstecher zum Trifels. Der Trifels, auf dem die Nachbildungen der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation besichtigt werden können, zählt zu den beliebtesten touristischen Ausflugszielen in der Pfalz. Diese Stellung verdankt der Trifels seiner Bedeutung im Mittelalter, besonders während der Stauferzeit im 12. und 13. Jahrhundert. Für anderthalb Jahrhunderte war die Burg damals als Reichsburg Mittelpunkt historischer Ereignisse. Das größte Interesse neben den Reichskleinodien weckt noch heute die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz, die allerdings hinsichtlich des Trifels' nur für eine Zeitspanne von drei Wochen (vom 31. März bis zum 19. April 1193) mit Sicherheit belegt ist. Wir fahren weiter ins Dahner Felsenland und überqueren die Grenze zum Elsaß. Entlang der Maginot - Linie erreichen wir Weißenburg. Dort kehren wir zurück zur Deutschen Weinstrasse mit dem berühmten Weintor in Schweigen.
Deshalb entschloss man sich, entlang des Wasgaues und des Haardtgebirges, durch die schöne pfälzische Rebenlandschaft von Schweigen bis Bockenheim, die Weindörfer miteinander zu verbinden. Und so konnte die 80 Kilometer lange "Deutsche Weinstraße" schon im Herbst 1935 eröffnet werden. Bei diesem großen Ereignis hatten die Winzer ein bescheidenes Holztor über die Straße gestellt - eine symbolische Eingangspforte zur Deutschen Weinstraße. Im Februar 1936 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe, an dieser landschaftlich exponierten Stelle ein offenes Tor aus Stein zu planen. Es sollte ein Eingangstor zur Deutschen Weinstraße und ein Ausflugsziel werden. Im Hinblick auf den Fremdenverkehr wurde eine große Gaststätte mit einer Terrasse für 300 Sitzplätze eingeplant. Die Architekten Peter und Mittel aus Landau bekamen den Auftrag. Unter ihrer Leitung wurde das Weintor in nur acht Wochen gebaut. So konnte schon im Herbst 1936 erstmals Wein in den Kellern des Weintors eingelagert werden. Im Mai 1937 wurde die neue Weintorgaststätte im Ostflügel in Betrieb genommen. Das Weintor sollte ein Tor des Friedens sein - leider war drei Jahre nach der Einweihung der Friede dahin und damit auch die Freude über die Wein- und Fremdenverkehrswerbung. Das Weintor hat den Krieg überstanden, nur der Ostflügel mit der Gaststätte wurde schwer beschädigt. Das Deutsche Weintor ist heute ein beliebtes Ausflugsziel an der Südlichen Weinstraße. Es ist eine kulturelle Begegnungsstätte für die einheimische Bevölkerung, aber auch für die Gäste aus nah und fern. Das 18 Meter hohe Tor über der Straße ist bekrönt mit zwei kupfernen Mohnkapseln, die immerwährenden Wohlstand für die Winzer an der Deutschen Weinstraße symbolisieren sollen. Die Galerie im Tor bietet einen Blick ins Elsass, in die Rheinebene und auf die Berge des Wasgaues. Nach einer Fotopause fahren wir die Weinstrasse bis zum romantischen Winzerdorf St. Martin, wo auf uns eine Weinverkostung im renommierten Weingut Gernert erwartet. Danach erreichen wir über Edenkoben und dem berühmten Weinort Deidesheim wieder unseren Ausgangspunkt in Bad Dürkheim. 5. Tag: Elsaß Den heutigen Tag widmen wir einem Ausflug ins benachbarte Elsaß. Wir beginnen mit einer Stadtrundfahrt von Straßburg an Bord eines Bootes auf der Ill und nach dem Besuch des Straßburger Münsters und der anschließenden Mittagspause führt uns der Weg weiter zum Odilienberg mit dem berühmten Kloster und entlang der elsässischen Weinstraße wieder in die Pfalz. ![]() Schon von weitem sieht man den langgestreckten Bergrücken des 763 m hohen Odilienberges mit dem Kloster. Der Mont Ste. Odile ist eines der bekanntesten Ausflugsziele und gleichzeitig der meist besuchteste Wallfahrtsort im Elsaß. Der Odilienberg wird der heilige Berg des Elsaß genannt. Der Hauptanziehungspunkt ist das Kloster der heiligen Odilia, errichtet auf einem zur Rheinebene hin steil abfallenden Buntsandstein-Felsen. Die heilige Odilia ist die Schutzpatronin des Elsaß. Sie hat um das Jahr 700 das Kloster gegründet. In der Odilienkapelle ist ihr Grab. Neben den Klostergebäuden befindet sich eine überlebensgroße Sandsteinstatue der heiligen Odilia. Die Blütezeit des Klosters war im 12. Jahrhundert. Die damalige Äbtissin Herrad von Landsberg (1167-1195) schrieb das Buch "Hortus Deliciarum", welches das Wissen der damaligen Zeit beinhaltete. Das Original verbrannte 1870 bei einer Belagerung Strasbourgs. Nach mehreren Plünderungen und Bränden wurde das Kloster Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die Kreuzkapelle, die Engelskapelle und die Odilienkapelle stammen noch aus dem 11./12. Jahrhundert. Eine Gedenktafel im Hof des Klosters erinnert an den Besuch von Papst Johannes Paul II. vor einigen Jahren. In langen Kurven windet sich die Zufahrtsstraße durch die Wälder in die Höhe. An mehreren Stellen passiert die Straße einen Mauerwall - die Heidenmauer, eine über 10 km lange, teilweise bis zu 3 m hohe Steinmauer rund um den höchsten Teil des Odilienberges. Das genaue Alter dieser Mauer ist unbekannt, es wird vermutet, dass sie von keltischen Stämmen 1000 v. Chr. (nach neueren Forschungen 400 v. Chr.) als Fliehburg errichtet und im 4. Jahrhundert nach Christus erneuert wurde. Während des Mittelalters wurde die Mauer als Steinbruch zum Bau der umliegenden Burgen und Klöster verwendet. Der Odilienberg ist ein interessantes Wandergebiet. Verschiedene Wege an der Heidenmauer entlang sind gut ausgeschildert. Zum Schutz des Klosters auf dem Odilienberg und unterhalb des Berges gelegenen Klosters Niedermünster wurden im Mittelalter zahlreiche Burgen rund um den Berg angelegt. Den Abend lassen wir mit einem Abschiedsgalaessen bei Kerzenlicht ausklingen. 6. Tag: Rückreise nach Dresden Heute werden wir tieftraurig Abschied nehmen von der Pfalz und besuchen dabei die prunkvolle Residenz des pfälzischen Kurfürsten Karl-Theodor. Über die Autobahn A6 und A9 erreichen wir am frühen Abend wieder Dresden. Zurück zur Übersicht |